Jahreslosung 2014

Denn ich, so klagt der Psalmist, ich habe mein Gewissen rein gehaltern, ich habe alles versucht, nach den Geboten des Herrn zu leben und was ist der Lohn? Ich werde vom Unglück verfolgt! Das ist eine dicke Krise, in der Asaph sich befindet. Heute würden wir von einer ordentlichen Depression sprechen.

Wie aber kommt Asaph dann zu seinem freudigen Ausruf: „Gott nahe zu sein ist mein Glück!“?

Die Wende beginnt da, wo Asaph sich Gott zuwendet: „Doch dann kam ich in Dein Heiligtum!“ Es ist eine Umschreibung dafür, dass Asaph Gottes Angesicht und Nähe sucht. In der Gegenwart Gottes werden seine Gedanken klar. In der Gegenwart Gottes fängt Asaph an, zu sehen, wie die Dinge wirklich sind. Er erkennt zwei Dinge:

Erstens: Kurzfristig scheint es sich nicht immer zu lohnen, nach Gottes Willen zu fragen und zu leben. Aber langfristig sind die die Gewinner, die sich zu Gott halten.

Und Zweitens: Nicht die äußeren Umstände unseres Lebens sind in erster Linie maßgeblich für unser Glück, sondern die Erfahrung der Liebe und Geborgenheit in der Nähe Gottes.

Der innere Frieden, die innere Zufriedenheit, die er uns schenkt, sind ungleich tiefer und haltbarer als alles sonstige Glück auf Erden.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesen "viel Glück" für das Jahr 2014!

 

Ingo Hunaeus